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U18 mit perfekter Heim-WM

Österreichs U18 Damen jubeln über den Aufstieg und den Sieg gegen Dänemark

(Foto: ÖEHV/Wolfgang Handler)

Österreichs U18 Dameneishockey Nationalteam stand schon vor dem letzten WM-Spiel gegen Dänemark bei der 2022 IIHF U18 Women´s World Championship in Radenthein als Aufsteiger fest. Da Polen im Nachmittagsspiel gegen Südkorea mit 2:1 gewann, war Österreich Platz eins in der Tabelle schon vor dem Match gegen Dänemark nicht mehr zu nehmen. Die ÖEHV-Auswahl steigt in die Division I - Gruppe A auf. Zum WM-Abschluss gab es einen umjubelten 2:1-Sieg gegen Dänemark!

Nach dem fixierten Aufstieg waren Österreichs U18 Damen auch beim abschließenden WM-Spiel in der Nockhalle gegen Dänemark von Beginn an überlegen, spielten aber etwas zu locker, um schnell für eine Entscheidung zu sorgen. Die Däninnen hielten gestützt auf eine starke Torfrau Caroline Bjergstad defensiv dagegen. Erst im zweiten Drittel brach Lisa Schröfl den Bann und brachte Rot-Weiß-Rot in Führung (29.). Dänemark schlug in Überzahl zurück und erzielte durch Frida Kielstrup den Ausgleich (37.), als Leonie Kutzer wegen hohen Stocks auf der Strafbank saß.

Leonie Kutzer sicherte Österreich den Sieg

Leonie Kutzer war dann im Schlussabschnitt knapp drei Minuten vor dem Ende zur Stelle, netzte zum 2:1 für Österreich und brachte die Nockhalle endgültig zum Kochen (58.). Nach der Schluss-Sirene brachen alle Dämme, Österreich feierte zum Abschluss einen 2:1-Sieg gegen Dänemark und steigt mit insgesamt zehn Punkten aus vier Spielen in die Division I - Gruppe A auf. Mit den Skandinavierinnen hatte man noch aus der Vergangenheit eine kleine Rechnung offen: 2019, damals ebenfalls in Radenthein, unterlag man Dänemark, dem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Division IA mit 1:4 und stieg schlussendlich ab. Zur Spielerin des Abends wurde bei Österreich Emma Hofbauer gewählt.

Leonie Kutzer (Foto: Privat)

Bei der stimmungsvollen Siegerehrung wurde Österreichs Goalgetterin Zoey Hobitsch, die in vier Spielen vier Tore und zwei Assists verbuchen konnte, zur besten Spielerin (MVP) des Turniers gewählt. Beste Verteidigerin wurde Karolina Hengelmüller. Zur besten Torfrau wurde Inhye Jang aus Südkorea gekürt. ÖEHV-Präsident Dr. Klaus Hartmann überreichte die Goldmedaillen und den Siegespokal unter dem großen Jubel der siegreichen U18 Damen und den Fans in der Nockhalle. Am Ende ertönte noch einmal die Österreichische Bundeshymne. Österreich spielt 2023 in der Division IA gegen Deutschland, Italien, Ungarn und Frankreich.


Dänemark vs. Österreich 1:2 (0:0,1:1,0:1)
So.,11. September 2022, 18:00 Uhr, Nockhalle Radenthein
Torschützin Dänemark: Frida Kielstrup (37./PP1)
Torschützinnen Österreich: Lisa Schröfl (29.), Leonie Kutzer (58.)

Die Stimmen zur WM:

Head Coach Mario Bellina war mit dem Spiel gegen Dänemark trotz des Sieges nicht ganz zufrieden: "Wir wollten das letzte Match nach der Vorentscheidung über den Aufstieg natürlich genießen. Das ist uns nicht so gelungen, die Spielerinnen waren schon beim Aufwärmen relaxed und genau so haben sie dann auch gespielt. Da waren auch viel Krampf und Kampf dabei!"

Über den Verlauf der gesamten WM, den Aufstieg und die Entwicklung des Teams war der Head Coach sehr erfreut: "Es war schwieriger als erwartet. Zu Beginn waren wir nervös, das ist klar. Jedes Team hat Startschwierigkeiten gehabt. Es hat immer geheißen, das Spiel gegen Dänemark am Sonntag ist das entscheidende Spiel, aber das war komplett falsch. Wenn man den Turnierverlauf anschaut, hat man gesehen, dass jedes Team jedes andere schlagen kann. Es geht immer auch um die Tagesverfassung. Die Verunsicherung war nach der Niederlage gegen Südkorea groß und wir haben gewusst, es wird nicht einfach. Nach dem ersten Spiel haben wir gesagt, dass wir eigentlich nur das, was wir trainieren, auf das Eis bringen müssen, dann passt es. Die individuellen Fähigkeiten der jungen Damen sind sehr hoch, das Abrufen der Leistung, sie sind noch jung, haben sie gelernt bzw. werden sie auch weiterhin noch lernen. Sie haben jetzt bei ihren Vereinen sehr gute Chancen, sich weiterzuentwickeln und das werden sie in Zukunft auch ins Nationalteam zurückbringen. Das ist eine super Generation, die Jahrgänge 2004, 2005, 2006, 2007 und 2008 mit einem sehr guten Unterbau. Da kommt sehr viel nach!"

MVP Zoey Hobitsch, beste Spielerin des Turnieres, fasste die Momente der WM zusammen: "Zu Beginn war es ein bisschen schwierig, weil wir nach der Niederlage gegen Südkorea ein bisschen die Köpfe haben hängen lassen. Die Trainer haben uns dann aufgebaut, haben uns sehr viel positives Feedback gegeben und so sind wir immer besser ins Turnier gekommen und haben nun schlussendlich den Aufstieg geschafft. Das sind unglaublich schöne Momente bei dieser WM gewesen. Nach dem Sieg von Polen gegen Südkorea war natürlich der Druck ein bisschen weg und wir haben es im Spiel gegen Dänemark fast ein bisschen übertrieben. Wir waren in den ersten beiden Dritteln zu locker. Dann hat der Trainer gesagt, wir sollen ein bisschen Gas geben, dann haben wir noch einmal alles gegeben und gewonnen."

Hobitsch freute sich über ihre Auszeichnung und lobte das gesamte Team: "Durch die letzten Camps sind wir nicht nur Teamkolleginnen geworden, wir sind alle untereinander befreundet. Wir sind als Freunde und als Team zusammengewachsen!"


Quellen: Redaktion / Österreichischer Eishockeyverband

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